Bluthochdruck – ist Ausdauer- oder Krafttraining besser geeignet?

Bluthochdruck erhöht das Risiko für Herzinfarkt und  Schlaganfall. Umso wichtiger ist es, neben einer medikamentösen  Einstellung diätetische Maßregeln einzuhalten und sportlich aktiv zu  sein. Wer mehrmals die Woche Sport treibt, kann den Blutdruck um 4 bis  8mmHg senken. Bereits eine Senkung um 2mmHg hat zur Folge, dass das  Risiko für einen Schlaganfall um 24 % herabgesetzt werden kann.

Es stellt sich nun die Frage nach der geeigneten Sportart bei Bluthochdruck.  Grundsätzlich gilt die Empfehlung, sich eine halbe bis eine Stunde lang  vier- bis siebenmal wöchentlich ausdauernd zu bewegen. Dazu gehört  beispielsweise Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen bei mittlerer  Intensität. Ein intensiveres Training ist für Bluthochdruckpatienten aus  gesundheitlicher Sicht nicht notwendig.

Während bisher  angenommen wurde, dass Krafttraining für Bluthochdruckpatienten eher  unangebracht sei, betonten Wissenschaftler auf dem 46.  Sportärztekongress 2015 auch die Vorteile dieser Art des Trainings. Kraftübungen zwei- bis dreimal wöchentlich, ohne den Atem zu pressen, können ebenso von Vorteil sein.

Die Übungen können gut auch zu Hause ohne schwere Geräte, sondern mit  dem eigenen Körpergewicht oder kleinen Geräten durchgeführt werden.  Insbesondere bei Bluthochdruckpatienten höheren Alters bringe das  Krafttraining weitere Zusatzwirkungen im Vergleich zum Ausdauertraining.

Idealerweise  werden Ausdauer- und Krafttraining kombiniert, um die positive,  wünschenswerte Auswirkung auf den Blutdruck zu erzielen.

                                               

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