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Dr. med. Tobias Seidler
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dierdorfer Straße 115
56564 Neuwied
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Herz-Kreislauf-Vorsorge
Der kardiovaskulärer Check-up ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung, um die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße zu überprüfen. Diese Untersuchung kann helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Prävention oder Behandlung einzuleiten.
Ablauf
- Anamnese: Wir beginnen mit einem ausführlichen Gespräch, in dem wir Ihre Krankengeschichte, Lebensgewohnheiten und eventuelle Symptome erfragen. Wichtige Themen sind dabei Vorbelastungen, Rauchen, Ernährung, Bewegung und Stress.
- Körperliche Untersuchung: Anschließend wird eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt. Dazu gehören das Abhören von Herz und Lunge, das Messen des Blutdrucks und das Abtasten des Bauches.
- Blutuntersuchungen: Es werden Blutproben entnommen, um wichtige Parameter wie Cholesterinwerte, Blutzucker und Entzündungsmarker zu bestimmen. Diese Werte geben Aufschluss über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Elektrokardiogramm (EKG): Ein EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens und kann Hinweise auf Herzrhythmusstörungen oder andere Herzprobleme geben.
- Weitere Untersuchungen: Je nach Befund können weitere Untersuchungen wie ein Belastungs-EKG, eine Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) oder eine Langzeit-Blutdruckmessung notwendig sein.
Bedeutung
Ein kardiovaskulärer Check-up ist besonders wichtig für Menschen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Rauchen oder einer familiären Vorbelastung. Durch die regelmäßige Kontrolle können Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, was die Prognose deutlich verbessert.
Präventionstipps
Eine Herz-Kreislauf-Krankheit, ein Schlaganfall oder Herzinfarkt kann jeden treffen, doch es gibt viele Maßnahmen, die das Risiko erheblich senken können. Hier sind einige wichtige Tipps zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe:
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann helfen, den Blutdruck und Cholesterinspiegel zu senken. Vermeiden Sie übermäßiges Salzen und setzen Sie stattdessen auf Kräuter und Gewürze.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität ist entscheidend, um Übergewicht abzubauen und den Blutdruck zu kontrollieren. Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen sind besonders effektiv.
- Blutdruckkontrolle: Bluthochdruck ist der Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall. Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig überprüfen und halten Sie ihn im gesunden Bereich.
- Rauchstopp: Rauchen verdoppelt das Erkrankungsrisiko. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, sinkt Ihr Risiko bereits nach fünf Jahren auf das Niveau eines Nichtrauchers.
- Gewichtsmanagement: Übergewicht erhöht das Risiko für viele Erkrankungen, darunter auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen, ein gesundes Gewicht zu halten.
- Cholesterinspiegel im Blick behalten: Hohe Cholesterinwerte können zu Arteriosklerose führen, was das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöht. Lassen Sie Ihre Werte regelmäßig überprüfen und passen Sie Ihre Ernährung an.
- Stressbewältigung: Chronischer Stress kann den Blutdruck erhöhen und das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung steigern. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, Stress abzubauen.
- Alkoholkonsum reduzieren: Übermäßiger Alkoholkonsum kann ebenfalls den Blutdruck erhöhen. Halten Sie sich an die empfohlenen Mengen und trinken Sie in Maßen.
- Vorerkrankungen behandeln: Eine gute medizinische Betreuung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig.
- Familienanamnese beachten: Genetische Faktoren spielen eine große Rolle. Informieren Sie Ihren Arzt über familiäre Vorbelastungen und lassen Sie sich entsprechend beraten.
Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Sie das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken erheblich senken und Ihre Gesundheit langfristig schützen. Bleiben Sie aktiv und achten Sie auf Ihren Lebensstil!
Herz-Kreislauf-Risikotest
Testen Sie mithilfe unseres Selbsttests gleich online, ob Anzeichen für ein Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko bestehen. Bringen Sie das Ergebnis dann gern zu Ihrem Termin zur Herz-Kreislauf-Vorsorge mit.
Häufig gestellte Fragen zur Herz-Kreislauf-Vorsorge
Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Sie entstehen meist nicht durch einen einzelnen Auslöser, sondern durch ein Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren.
1. Bluthochdruck
Bluthochdruck ist einer der stärksten Risikofaktoren. Er belastet die Gefäßwände dauerhaft, was zu Verengungen, Ablagerungen oder sogar Gefäßschäden führen kann.
2. Ungesunde Ernährung
Eine fettreiche, salzhaltige oder zuckerreiche Ernährung fördert Übergewicht, schlechte Blutfettwerte und Bluthochdruck.
3. Bewegungsmangel
Körperliche Inaktivität erhöht das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose. Regelmäßige Bewegung hingegen stärkt Herz und Kreislauf, verbessert die Durchblutung und senkt das Stressniveau.
4. Rauchen
Rauchen schädigt die Blutgefäße direkt und fördert Entzündungsprozesse. Zudem verringert es die Sauerstoffversorgung und erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und periphere Gefäßerkrankungen deutlich.
5. Übergewicht
Zu viele Fettzellen wirken hormonell aktiv und begünstigen chronische Entzündungen im Körper. Dies führt zu schlechteren Blutfettwerten, Diabetes und Bluthochdruck.
6. Diabetes mellitus
Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt Gefäße und Nerven. Diabetiker haben ein deutlich erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten und Herzinsuffizienz.
7. Stress
Chronischer Stress erhöht den Blutdruck und kann zu ungünstigen Verhaltensmustern wie ungesunder Ernährung oder Rauchen führen. Auch Depressionen und Angststörungen stehen in engem Zusammenhang mit Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen.
8. Genetische und altersbedingte Faktoren
Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Außerdem können familiäre Vorbelastungen eine Rolle spielen. Diese Faktoren sind nicht beeinflussbar, machen aber vorbeugende Maßnahmen umso wichtiger.
Smartwatches haben sich in den letzten Jahren von einfachen Fitness‑Trackern zu kleinen medizinischen Diagnosewerkzeugen entwickelt. Sie können zwar keine ärztliche Untersuchung ersetzen, aber sie bieten in der Prävention und im Selbstmonitoring echte Vorteile:
1. Früherkennung von Herzrhythmusstörungen
Mehrere Studien zeigen, dass Smartwatches - besonders Modelle mit EKG‑Funktion - Vorhofflimmern zuverlässig erkennen können.
2. Kontinuierliches Monitoring wichtiger Gesundheitsparameter
Moderne Smartwatches messen u. a. Herzfrequenz, Herzrhythmus, Sauerstoffsättigung, Schlafqualität und teilweise sogar Blutdruck.
Neue Forschung zeigt, dass Wearables helfen, das kardiovaskuläre Risiko besser einzuschätzen. Regelmäßige Messungen erlauben, Trends und Auffälligkeiten zu erkennen.
3. Förderung eines gesunden Lebensstils
Smartwatches motivieren Menschen nachweislich, sich mehr zu bewegen, ihre Schlafhygiene zu verbessern und Stress-Management zu betreiben. Kardiologen bestätigen, dass solche Funktionen langfristig die Herzgesundheit positiv beeinflussen.
Grenzen und Risiken
- Sensoren können ungenau sein (Bewegung, Schweiß, Hautkontakt)
- Selbstdiagnosen sind riskant
- Kleine Abweichungen werden dramatisiert
- Kein Ersatz für ein medizinisches EKG
Fazit
Smartwatches sind bei der Herz-Kreislauf-Prophylaxe sehr sinnvoll - aber nur als Ergänzung, nicht als Ersatz medizinischer Diagnostik
Smartwatches können Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht verhindern, aber sie helfen dabei, Risikofaktoren früh zu erkennen und gesunde Routinen zu fördern – und das macht sie zu einem starken Werkzeug in der Prophylaxe.
Die Herz-Kreislauf-Vorsorge in unserer Praxis ist grundsätzlich für jeden Erwachsenen geeignet. Wir empfehlen ihn aber besonders folgenden Personengruppen:
- Gesunde Erwachsene ab 40 bis 50 Jahren: Altersgruppen, in denen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt (zur Früherkennung)
- Personen mit familiärer Vorbelastung: Wenn Herzinfarkte, Schlaganfälle oder andere Herzkrankheiten in der Familie gehäuft auftreten
- Menschen mit bekannten Risikofaktoren: Dazu zählen Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, Rauchen oder erhöhte Cholesterinwerte
- Gesundheitsbewusste und Leistungssportler: Personen, die ihren Fitnesszustand überprüfen oder präventiv handeln wollen
- Personen mit vagen Symptomen: Zur Beruhigung bei untypischen Beschwerden, bevor eine Überweisung zum Kardiologen erfolgt
Es gibt eine ganze Reihe von Beschwerden, die auf eine Herz‑Kreislauf‑Erkrankung hinweisen können. Manche sind sehr typisch, andere eher unspezifisch. Wichtig ist: Nicht jede Beschwerde bedeutet automatisch eine Herzerkrankung, aber gewisse Warnsignale sollte man ernst nehmen.
Mögliche Beschwerden bei Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen:
- Brustschmerzen oder Druckgefühl
Engegefühl, Druck oder Brennen in der Brust, Beschwerden treten oft bei Belastung auf und bessern sich in Ruhe - Atemnot
Luftnot bei Anstrengung oder sogar in Ruhe, Gefühl, „nicht genug Luft zu bekommen“ - Herzrasen, Herzstolpern oder unregelmäßiger Puls
Plötzliches Herzrasen, Gefühl, dass das Herz „aussetzt“, unruhiges Herzklopfen auch ohne Anstrengung - Schwindel oder Ohnmachtsanfälle
Schwarzwerden vor Augen, Gleichgewichtsverlust, kurzzeitige Bewusstlosigkeit - Schwellungen
Vor allem geschwollene Beine, Knöchel oder Füße, oft abends stärker, Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerung - Müdigkeit, Leistungsschwäche und Erschöpfung
Schnell erschöpft bei normaler Belastung, Konzentrationsschwierigkeiten, Gefühl der generellen Schwäche - Kalte Schweißausbrüche
Plötzlich auftretender kalter Schweiß oft kombiniert mit Brustschmerzen und Übelkeit - Übelkeit und Oberbauchbeschwerden
Übelkeit, Erbrechen, Druck im Oberbauch, der wie „Magenprobleme“ wirkt - Blässe oder bläuliche Verfärbungen
Blasse Haut, blaue Lippen oder Fingernägel
Warnzeichen für einen Notfall (sofort 112 rufen):
- Starke Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten
- Massive Atemnot
- Plötzlicher Kollaps / Bewusstlosigkeit
- Kalter Schweiß
- Todesangst
- Neu aufgetretene, heftige Herzrhythmusstörungen
Dr. med. Tobias Seidler
Facharzt für Allgemeinmedizin
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